Peter Zauner - im Hintergrund der Thomas-Cup Trainer Yan Yujiang. Foto Frau Barbara Galos

Peter Zauner nach der knappen Thomas-Cup Niederlage gegen Wales

Peter Zauner beantwortete die Fragen am Abend nach der Niederlage per e-mail.

Peter - Ihr habt heute gegen Wales mit 2:3 sehr sehr knapp verloren. Es war enorm viel Pech dabei heute oder?

Das kann man sagen. Bis zum entscheidenden letzten Spiel, dem 2. Herrendoppel waren wir eigentlich im Plansoll. Auch der erste Satz ging mit 21:9 an uns. Jürgen und Michi führten auch im 2. Satz noch 14:11 aber auf einmal Mal Riss der Faden und es fehlte auch in den entscheidenden Situationen am Ende des Satzes das nötige Glück, um das Spiel zu gewinnen.

Wie war die Stimmung im Team?

Die Stimmung im Team ist super. Alle sind sehr motiviert und auch nach der Niederlage geben wir noch nicht auf. Wenn wir morgen Tschechien schlagen ist wieder alles offen. Das ist immer ein gutes Zeichen, wenn nach einer knappen und bitteren Niederlage die Stimmung trotzdem gut bleibt. Wir waren jetzt noch gemeinsam essen und haben alle beschlossen, morgen wieder voll anzugfreifen.


Wie habt ihr Euch vorbereitet?

Wir (Das Herrenteam) haben in Linz mit Yan Yujiang 2 Wochen lang sehr gut auf dieses Ereignis vorbereitet.


Wer hat euch gecoached? Wer stellte auf?

Yan Yujiang hat diese beiden Aufgaben übernommen.


Wie war Dein spiel im ersten Doppel? War gegen das starke Doppel Hughes/Lewis keine chance?

Es war ein Spiel mit dem wir im Vorhinein nicht gerechnet haben, daher konnten wir auch ohne Druck spielen. Bis zur Mitte des Satzes haben wir
immer gut mitgespielt. Leider haben sie uns heute sehr viele Service Fehler angezählt. Sehr oft auch in entscheidenen Phasen, dazu ein paar blöde
Eigenfehler und etwas Pech und die Gegner konnten immer etwas davonziehen, was bei diesem Zählsystem schwer aufzuholen ist.

Im zweiten Doppel, wars ja zwei mal 19:21. Woran lag es Deiner meinung. Waren die beiden schon müde von ihren Einzelpartien?

Die Müdigkeit war kein Problem glaub ich. Jürgen hat sich zwar am Sonntag bei Intervall-Läufen an der Wade verletzt, war aber dadurch im Doppel nicht
so schlimm beeinträchtigt. Ein Problem war, dass der Schiedsrichter Michi Lahnsteiner ermahnt hat, dass er sich zu lange zum Servieren Zeit lässt. Das
hat Michi sehr verunsichert und dadurch haben sie dann das Spiel etwas aus der Hand gegeben. Im 3. Satz war es dann eine Zitterpartie und die
Chancenverteilung war 50 zu 50. Leider waren wir dieses Mal nicht die Glücklicheren - aber die Chance lebt noch.


Wie siehts dort beim Turnier aus? Trainiert ihr zwischen den Matches?

Die Turnierhalle ist ganz neu und wirklich gut, das erste Spiel war in einer Nebenhalle, aber im selben Gebäude und auch unter guten Bedingungen. Die
Nebenhalle ist auch gleichzeitig die Trainingshalle. Die Bedingungen sind also sehr gut.

Wie bist du mit der Staatsmeisterschaft am letzten Wochenende zufrieden? Du hast dir nach deiner zweiten Verletzung den titel wieder zurückgeholt.

Da wir alle unsere Spiele im Herrendoppel mit Koch Harald sehr deutlich und ohne Satzverlust gewonnen haben bin ich natürlich sehr zufrieden. Seit
meinem letzten Staatsmeistertitel ist viel Zeit vergangen und es war nicht leicht wieder den Anschluss zu finden. Es gab auch eine Zeit, in der ich
dachte ich muss mit dem Sport aufhören, weil es nicht besser wurde. Gerade deswegen freut es mich sehr.
Wir waren ja nur an Position 2 gesetzt bei den Staatsmeisterschaften und da freut es mich auch sehr, dass wir alles so klar gewonnen haben.
Schade war, das Irina Serova und ich im Mix so knapp im Finale verloren haben. Wir haben zwar nie miteinander trainiert aber die Chance war sehr
groß auch im Mix zu gewinnnen. Aber insgesamt kann ich mit dem Turnier sehr zufrieden sein.

Was ist dein nächstes Turnier?

Mein nächste Turnier sind die Austrian International, da freue ich mich
schon sehr drauf. Ein Heimturnier ist immer etwas Schönes.

Reaktionsschnell, viel Sprungkraft und enorm schnell auf den Beinen - Peter Zauner. Fotos Frau Barbara Galos.