Interview mit Daniel Grassmück

(27. 2. 08)

Daniel Grassmück, beim ersten großen Turnier gleich für den Hauptbewerb qualifiziert, bist Du selber überrascht?

Ich habe mich sehr gefreut, dass wir es geschafft haben. Wenn ich daran denke, dass wir die Quali geschafft haben, bin ich schon überrascht. Von unseren Leistungen in den Matches bin ich nicht so überrascht, wir haben gegen Gegner gewonnen, wo ich mir dachte, dass wir besser sind.

Beide Matches waren doch sehr knapp, oder?

Im ersten Match haben wir nach einem klaren Sieg im ersten Satz komplett den Faden verloren und den zweiten klar verloren. Im dritten Satz waren wir immer vorne und haben das Spiel kontrolliert. Das 21:18 hört sich bei diesem Spiel knapper an, als es wirklich war. Die Gegner waren nicht wirklich stark.

Daniel Grassmück ist eher der sichere Spielertyp im Doppel und kann desshalb sehr gut mit Roman Zirnwald, der sehr offensiv spielt, zusammenspielen. Foto B. Galos

Im zweiten Match gegen die Deutschen Nyenhuis/ Schneider eine Nervenschlacht?

Unser zweites Spiel hat schlecht begonnen. Wir wurden zirka 30 Minuten nach dem ersten Match schon wieder aufgerufen. Da waren wir gerade nicht mehr warm und haben dann sehr schlecht begonnen. Der erste Satz war dann schnell vorbei. Aber dann wollten wir unbedingt gewinne. Die Deutschen spielten hauptsächlich harte Schläge, das hat uns sehr unter Druck gebracht. Wir wollten eher mit mehr Gefühl spielen, weil wir da überlegen waren. Zum Schluß haben wir mitgetroschen - da wars enorm knapp. Ist super, dass wir es geschafft haben.

Eure Gegner im Hauptbewerb?

Wir spielen jetzt gegen das Dänische Doppel Bonde/ Henriksen, die waren Jugendeuropameister vor 2 Jahren.

Warum lief es mit Roman so gut?

Ich glaube wir passen desshalb gut zusammen, weil Roman von hinten sehr viel Druck machen kann. Er spiel Angriff manchmal mit sehr viel Risiko, was für die Gegner manchmal schwer zu verteidigen ist. Ich bin eher der sichere Part im Doppel. Unsere beste Aufstellung ist, wenn ich vorne bin und die Bälle ablege und Roman hinten Druck macht. Ich bereite den Anfriff für Roman vor.

Warst Du nervös heute?

Nein eigentlich gar nicht. Ich bin zwar beeindruckt von dieser optimalen Turnieratmospäre hier. Ich kenne große Hallen noch von meinen Jugendturnieren. Heute ging alles so, wie ich wollte, auch bei den Aufschlägen hatte ich keine Probleme.

Was machst Du heute noch?

Nicht mehr viel. Ich werde noch ein wenig fernsehen und mit Peter Zauner diskutieren. Wir sind gemeinsam im Zimmer.

Durchtrainiert und bei den German Open im Doppel erstmals erfolgreich: Daniel Grassmück aus Mödling.