Linzer Jugendtrainer Wakolbinger schreibt Kinderbuch

(1. 7. 2010)

Er ist einer der ganz großen Badmionton-Idealisten. Konsulent Edmund Wakolbinger ist seit 30 Jahren Obmann beim ASKÖ Linz Badminton. Er ist mit 76 Jahren 2 bis 3 mal wöchentlich in der Badmintonhalle, leitet das Nachwuchstraining und spielt selbst noch immer in der zweiten Mannschaft. Edi veröffentlichte im letzten Jahr ein Buch mit Kindergeschichten. Im Interview erzählt er über sein Buch und spricht über seine Art des Nachwuchstrainings.

"Ich selbst habe nach dem Schreiben dieses Artikels eine Geschichte aus dem Buch gelesen. Die Geschichte war spannend und ist mit sehr viel Phantasie geschrieben. Neu für mich war, ein Buch zu lesen, bei dem ich den Autor gut kenne." Harald Koch

Interview

Wie bist du auf die Idee gekommen, ein Buch zu schreiben?

Das war als ich noch gearbeitet habe. Ich hab immer meinen zwei Buben Geschichten erzählt. Ich dachte immer, wenn ich einmal Zeit habe, möchte ich die Geschichten niederschreiben. Zum Teil sind diese Geschichten in meinem Buch. Der Titel Rumpel Pumpel kam so: Mein Sohn Manfred hat immer so gesagt, wie wir mit der Mühlkreisbahn über die Weichen gefahren sind.

Um was geht’s im Buch?

Die Waldmännchen in meinem Buch sind die Ureinwohner vom Mühlviertel. Sie haben überirdische Kräfte. Die Geschichten sind alle in meiner Phantasie entstanden. Viel ist mir eingefallen, als ich im Krankenhaus lag. Meine eigenen Erfahrungen als Kind im Mühlviertel sind auch Teil der Geschichten. Zum Beispiel die Mühlviertler Holzschuhe.

Ist so ein Buch ein Geschäft, oder hat es Dich etwas gekostet?

Es war ungefähr kostendeckend. Verdient habe ich damit nichts. Die Kulturreferentin der Stadt Linz hat das Buch gelobt. Ich habe einen Zuschuß von der Stadt Linz bekommen. Im Buch habe ich alles selber gemacht, auch die Bilder hab ich selbst gemalt.

Um wieviel verkaufst Du das Buch? Wie kann man es bestellten?

Es kostet € 16,90.  Hier die e-mail-Adresse von Edmund Wakolbinger. Bei Sportkoch liegt ein Exemplar auf, das Sie sich gerne ansehen können. Sie können das Buch von Edi direkt bei ihm bestellen.

Du bist als Nachwuchsbadmintontrainer sehr erfolgreich. Euer Verein ASKÖ Linz hat enorm viele Nachwuchsspieler. Warum kommen zu dir immer so viele Kinder?

Unser Verein ist in der Stadtmitte in Linz. Da wohnen viele Kinder. Das geht oft so: Es kommen ein paar Kinder, die wollen es probieren. Oft gefällt es Ihnen so gut, dass sie schon beim nächsten mal Kollegen und Freunde mitbringen. Zu uns kommen sogar 6 jährige!

Hast Du ein Geheimrezept fürs Kindertraining?

Es gibt kein Schimpfen bei uns, ein Schipfwort sowieso nicht. Bei mir geht’s immer nach dem Motto jeder was er kann. Jeder der zu mir ins Training kommt soll was lernen. Und die Kinder brauchen Lob, wenn etwas klappt.

Zu unserem Vereinsleben gehört auch, dass wir versuchen, daß wir die Eltern animieren, mit den Kindern zu Turnieren mitzufahren. Wir brauchen ja Fahrgelegenheiten für die Turniere.

Oft ist es bei uns auch so, dass Mütter ihre Kinder zum Training bringen und dann ihren Kindern beim Training zuschauen. Da versuche ich natürlich gleich, dass die Mütter dann auch spielen. Es war schon oft so, dass die Eltern dann viel Spass hatten mit unserem Sport.

Es geht bei uns kein Kind nach Hause, ohne sich bei mir zu verabschieden. Das geht automatisch, nicht weil ich gesagt habe, dass es so gehört. Für mich ist das ein Zeichen, dass es den Kindern gefällt und dass sie sich wohlfühlen.

Unbegreiflich ist es mir oft, wenn Kinder viel Spass haben am Badminton, viel Spielen und dann gut genug sind und auf Turniere fahren wollen. Die Eltern erlauben ihren Kindern oft nicht, an Turnieren teilzunehmen.

Deine Jugendspieler gehen oft vom Verein weg, wenn sie älter werden. Ist das für Dich ein Problem?

Nein, das ist für uns kein Problem. Viele unserer Nachwuchsspieler schaffen den Sprung in die Bundesliga. Das freut mich sehr.

Spielst Du selber auch noch?

Ich spiele noch. In unserer zweiten Mannschaft. Ich bin 76 Jahre alt und spiele oft Doppel. Bei uns im Verein spielt auch Karl Hiesböck, der ist 64 und spielt in der ersten Mannschaft.

Eurer Verein ist ein großer Traditionsverein, seid ihr der älteste Verein in Oberösterreich?

Nein, der ATSV Steyr war der erste Verein in Oberösterreich. Wir waren früher sehr stark. Wir waren drei mal Österrreichischer Meister in der Mannschaft. Ich war damals nur Ersatzspieler. Wir hatten zirka 12 Jahre lang sehr starke Spieler. Unsere besten Spieler waren Franz Fuchs, Erwin und Britta Kirchhofer (Kajdaz), Fritz Plöckinger und Hubert Berger. Fritz Plöckinger wurde 1961 Staatsemeister im Einzel. Britta war auch Staatsmeisterin im Einzel, den Titel holte sie aber noch, als sie für den ATSV Steyr spielte. Franz Fuchs und Britta Kirchhofer sind leider schon verstorben. 

Wie lange bist du Chef im Verein?

Zirka 30 Jahre. Ich bin Übungsleiter und trainiere mit unseren Nachwuchsspielern und mit den Anfängern.

Was sind Eure Trainingszeiten beim ASKÖ Linz?

Wir trainieren Diestag und Donnerstag in der Fadingerinschule in Linz, am Freitag in der Rennerschule. Das Kinder- und Nachwuchstraining ist immer Dienstag und Donnerstag von 18 bis 20 Uhr, ab 20 Uhr spielen die Hobbyspieler. Am Freitag in der Rennerschule haben wir von 19 bis 22 Uhr Training, dort haben wir 6 Spielfelder. Das Training ist aber nicht in den Schulferien. Es beginnt erst wieder mit Schulbeginn.

Wer sind die bekannteren Spieler, die bei dir mit Badminton begonnen haben?

Jakob Ostermann, Weilguni Bettina, Thomas Fink, Daniela Fenzel, Markus Ratzenböck, Reiter Reini, Doris und Thomas Hennerbichler. Doris Hennebichler war ein sehr großes Talent, sie war mehrfache Nachwuchsstaatsmeisterin. Bettina Weilguni war oft Staatsmeisterin in der Allgemeinen Klasse im Damendoppel und im Mixed. Markus Ratzenböck spielt jetzt in der ersten Bundesliga.

Jetzt trainiere ich mit Felix Ratzinger, Daniel Walchshofer, Alex Koleinsson, Lukas Obermüller, Seiringer Paul. Thomas und Magda Weigl. Unsere Nachwuchsspieler mit Zukunft.

 

Datenblatt: Wakolbinger Edmund

 

Ehrenzeichen:

1977 ÖBV-Ehrenzeichen in Silber

1987 ÖBV-Ehrenzeichen in Gold

1982 OÖBV Ehrenzeichen in Gold

1990 ASKÖ-Verdienstzeichen in Silber (am 22.10.90 beim ASKÖ-Bezirkstag)

1989 OÖ. Landessportehrenzeichen in Silber

1995 OÖ. Landessportehrenzeichen in Gold

2002 Verleihung des Titels „Konsulent“ für das Sportwesen durch die OÖ.Landes- regierung (4.6.2002)

1998 Sportehrenzeichen der Stadt Linz (19.11.1998)

 

Funktionen:

Bereits 1956 Gründungsmitglied des Vereines ATSV Linz, Sektion Badminton.

Seit 1.9.1975 Umfunktionierung in selbständigen Verein ASKÖ Linz-Badminton und Übernahme der Funktion als Obmann-Stv. bis 9.11.1981

Ab 9.11.1981 bis heute Obmann und sportl. Leiter

im Nachwuchsbereich tätig seit ca.35 Jahren

1984 holte Edmund Wakolbinger mit seiner Schüler-Mannschaft den ersten Österr.Schüler-MM-Titel nach O.Ö. (Mannsch.: Thomas Fink, Gerald Wakolbinger, Andreas Kainz; Daniela Fenzl, Michaela Huber und Anita Ferrari)

Gründungsmitglied des OÖBV (früher OÖ.Federballverband)

OÖBV-Rechtsreferent 1986 bis Juni 1998

Ab Juni 1998 bis heute im OÖBV-Rechtsreferat tätig

 

Sportliche Erfolge:

Siege und Plazierungen bei OÖ. AK-Meisterschaften

2 x 3. Platz bei Österr. AK-Meistersch. 1995

 

 

Erfolgreichste Nachwuchs-SpielerInnen während der Nachwuchsarbeit von Edmund Wakolbinger:

Doris Thiel, Bettina Weilguni, Daniela Fenzl, Michaela Huber, Barbara Hörl, Elke Toplitsch, Doris Hennebichler;

Manfred Kern, Thomas Fink, Gerald Wakolbinger, Andreas Kainz, Michael Langwiesner, Michael Wiesinger, Gerhard Lang, Markus Ratzenböck, Tomas Maric, Arek Murach, Thomas Hennebichler, Jakob Ostermann, Stefan Habringer, Lukas Habringer, Axel Kolbeinsson, Felix Razinger, Daniel Walchshofer;