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| Kok Min Tang ist Vize-Weltmeiter der Senioren im Herrendoppel. |
Kok Min Tang hat einen Sohn in Österreich und war bei ihm auf Besuch. Während dieses Aufenthalts besuchte er das MaXX 21 und trainierte mit Jürgen Koch. Nach diesem Training erzählte er über die Alten Zeiten im Badminton und wie es kommt, dass er heute viel mehr Freude am Spiel hat als früher. Das Interview wurde in Englisch geführt, Herr Tim Skern übersetzte.
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| Tang beim Interview im MaXX 21. |
Du hast heute am Trainingstag mit Jürgen Koch teilgenommen. Wie hast Du von diesem Training erfahren?
Ich bin zu Besuch bei meinem Sohn in Wien. Da ich sehr an Badminton interessiert bin, suchte ich im Internet nach Badminton-Centers in Wien. Dann rief ich hier im MaXX 21 an und die Dame an der Rezeption sagte, es gäbe ein Training mit Jürgen Koch. Ich kannte den Namen und schaute mir die Sache an. Und ich hatte eine wundervolle Zeit!
Wie lange spielst Du schon Badminton?
In Malaysia begann ich mit 10 Jahren mit Badminton. Bei uns ist Badminton extrem populär. Mit 21 wurde ich Junioren Meister in Malaysia. Dannach studierte ich in Manchester und hatte 35 Jahre gar nichts mit Badminton zu tun.
Wie war Badminton früher?
Es war früher total anders. Mit der Entwicklung des Materials gab es eine große Revolultion. Wir spielten damals mit Holzschlägern. Ich kann mich auf den Dunlop "Maxfly" erinnern, das war zu meiner Zeit der beste Schläger. Wir bespannten die Schläger mit Katzen-Darm-Saiten, jeder hat sich seinen Schläger selbst repariert, wenn er gerissen ist. Damals hat es Yonex noch nicht gegeben. Ich kann mich auch noch an RSL-Bälle erinnnern.
Überhaupt wurde früher viel mehr getäuscht. Es war viel weniger Geschwindigkeit im Schlag, man mußte versuchen, den Gegner mit Täuschen auszuspielen. Das Spiel war viel langsamer als heute.
War es für Dich früher schöner Badminton zu spielen?
Nein ganz im Gegenteil! Früher war es sehr stressig und es gab viel Druck für mich. Ich spiele heute viel lieber. Ich denke nicht immer ans gewinnen, hab eher Freude an schönen Ballwechsel und wenn ich einen guten Schlag mache.
Du hast erzählt, Du warst bei der letzten WM Linienrichter im Herrendoppel-Finale. Wir war das für Dich?
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| Hat heute viel mehr Freude an Badminton als frühter: Kok Min Tang, 62. |
Ich wollte einfach dabei sein und als Linienrichter ist man Teil des Spieles. Der Britische Badminton Verband fragte mich und ich sagte zu. Dann durfte ich im Endspiel des Herrendoppels an der Linie sitzen. Es spielten Paaske/ Rasmussen gegen Bugiato/ Wiyaya. Am Ende des ersten Satzes holten die Indonesier bis zu 8:15 auf und dann mußte ich einen knappen Ball entscheiden. Bugiato hat mich ziemlich böse angeschaut.
Was ist der Unterschied im Badminton zwischen Europa und Asien?
Ich glaube der größte Unterschied ist, dass die Asiaten gewöhnt sind auf hohem Niveau zu spielen. Für einen Österreicher ist es sicherlich viel schwieriger weil die Dichte nicht so groß ist. Am besten wäre es ein paar Spieler nach Malaysia zu senden.
Du hast gesagt, Du kennst unseren Trainer Yan Yujiang. Uns würde interessieren, wie er gespielt hat.
Nein ich kenne Yan nicht persönlich. Ich habe ihn nur einmal auf Video gesehen. Es waren glaube ich die Asia-Games und ich kann mich erinnern er hat gegen die anderen Chinesen gewonnen. Er war verdammt schnell!
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Wie hat Dir das Center hier im MaXX 21 gefallen?
Mir hat es hier total gut gefallen. Bei uns in England kenne ich kein Center, wo man so viele Möglichkeiten hat. Ich glaube auf meinen ganzen Reisen in der Welt hab ich noch kein so schönes Badmiton-Center gesehen. Bei uns sind immer auch andere Linien in der Halle und es ist schwierig, sich auf das Badminton-Court zu konzentrieren.
Ist Badminton für Dich so eine Art Religion?
Nein Religion ist nicht das richtige Wort. Badminton öffnet das Tor zum meinem sozialen Leben. Ich habe viele Freunde auf der ganzen Welt.
Das Interview wurde am 20. Mai 2004 im MaXX 21 durchgeführt.
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