Niels Christian Kaldau ist die Nummer 19 der aktuellen Weltrangliste. Im Herbst 2003 war der 29jährige Däne unter den Top 10 der Welt. Beim Revolution-Cup in Calgary verlor Niels im Halbfinale gegen seinen Landsmann Peter Rasmussen mit 17:15, 10:15 und 15:4. Niels Christian Kaldau wohnte während des Einladungsturniers in Canada gemeinsam mit Jürgen Koch in einem Einfamilienhaus, das Ihnen vom Veranstalter zur Verfügung gestellt wurde. Eine gute Gelegenheit, dem Weltklassespieler ein paar Fragen zu stellen:
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Dein Semifinale beim Revolution-Cup gegen Peter Rasmussen war bis jetzt das beste Spiel des Turniers. Wie war es aus Deiner Sicht?
Ich habe sehr gut begonnen und im ersten Satz war ich immer weit in Führung. Ich lag schon 14:5 in Führung und machte ich drei böde Eigenfehler, dann versuchte ich zu genau zu spielen und machte so noch zwei Eigenfehler mehr. Danach spielte ich zu sicher und gab damit Peter die Chance anzugreifen. Und Angriff ist ja die große Stärke von ihm. Er glich auf 14:14 aus und war wieder voll im Spiel. Ich konnte den Satz mit Kampfgeist noch gewinnen. Der zweite Satz war immer ausgeglichen - ich konnte die 10:9 Führung nicht nützen und verlor 10:15. Im dritten Satz war ich dann gleich mit 0:7 im Rückstand und konnte nicht mehr aufholen, ich verlor 4:15.
Hattest Du auch Gelegenheit, Dir etwas anzusehen?
Die Zeit in Calgary hab ich bis jetzt genossen. Ich habe mir mit meiner Frau die Rocky Mountains angesehen, es war super Wetter.
Wie war es für Dich hier zu spielen?
Solche Turniere sind immer ein Vergnügen, oder? Ich freue mich vor so vielen begeisterten Zuschauern zu spielen, die Arena ist super aufgebaut.
Du warst vor kurzem mit Dänemark beim Thomas-Cup-Finale in Jakarta. Erzähl mal!
Der Thomas-Cup war bis jetzt die beste Veranstaltung, an der ich teilgenommen habe. Badminton kann nicht besser sein als ein Thomas-Cup Semifinale in Jakarta. Es war unser erster Thomas-Cup Sieg gegen Indonesien überhaupt. Und das in Indonesien vor 12000 "wilden Affen", wenn ich das so sagen darf. Und dann noch das Finale gegen China!
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| Niels Christian Kaldau im MaXX Sportcenter in Wien |
Du warst vor Saisonbeginn die Nummer 6 der Weltrangliste und hast im Herbst extrem gut gespielt. Was war dann?
Im Herbst hatte ich das höchste Niveau meiner Laufbahn. Ich habe mich in China in der 1. Runde an der großen Zehe verletzt. Dazu war ich dann zwischen Dezember und April insgesamt 8 Wochen krank, einmal hatte ich Lugenentzündung und bin zwei Wochen im Bett gelgen. Deshalb waren die Vorbereitungen für die letzten Turniere nicht so gut. Es ist mir nicht gelungen das gute Spiel aufs Feld zu bringen.
Was werden Deine nächsten Turniere sein?
Zuerst bin ich froh, dass ich mich nicht verletzt habe und so kann ich mich zu 100% auf das letzte Turnier dieser Saison vorbereiten. Die Malaysia-Open beginnen in drei Wochen und wenn ich mich noch ein wenig steigern kann, dann ist sehr viel drinnen.
Wirst Du wieder einmal nach Österreich kommen?
Es wäre super, wenn es so ein Turnier wie hier in Canada auch in Österreich gegen würde. Das könnte ich wieder mit einem Trainingskurs für Jugendspieler oder Hobbyspieler verbinden.
Was hat Dir in Österreich gefallen?
Für uns Dänen sind die Berge in Österreich hervorragend. Ich habe vor drei Jahren mit Peter Golaszewski eine Bergtour mit Klettern gemacht und es war unglaublich schön.
Das Interview wurd in Calgary am 3. und 5. Juni 2004 gemacht. Danke Nils Christian!
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