Interview mit Jürgen Koch

Einladungsturnier in Canada

2. bis 5. Juni 2004 in Calgary

"Welcome to the Revolution" heißt das Einladungsturnier, zu dem Österreichs Badminton-Nummer-Eins Jürgen Koch heute abgeflogen ist. Das Turnier ist mit US$ 30.000 dotiert, laut Veranstalter ist die Halle beinahe ausverkauft. Pro Spieltag werden zirka 4.000 Zuschauer erwartet.

Jürgen Koch wird Österreich beim Einaldungsturnier in Canada vertreten.

Jürgen, was erwartest Du Dir von diesem Einladungsturnier in Calgary?

Ich bin mit dem Dänen Peter Rasmussen und mit Ardy Wiranata in einer 3-er-Gruppe und möchte den zweiten Platz in der Gruppe erreichen. Gegen Wiranata möchte ich gewinnen, aber Ardy war einmal der beste Spieler der Welt und man weiß nicht so recht, wieviel der Indonesier, der jetzt für Canada startet, trainiert. Ich habe schon einmal bei einer WM gegen Wiranata gespielt und auf drei Sätze verloren. Ardy Wiranata ist für mich so eine Art Badminton-Legende, noch dazu ist er ein ziemlich witziger Kerl, ich hab schon viel mit ihm gelacht. Gegen Rasmussen werde ich wahrscheinlich keine Chance haben, das Match zu gewinnen. Ich möchte aber auf jeden Fall eine gute Leistung bringen und den Zuschauern gutes Badminton zeigen.

Wie war für Dich die Einladung?

Die Einladung kam für mich etwas überraschend. Aber ich freu mich, bei diesem Show-Event dabei sein zu dürfen.

Jürgen Koch wird Österreich beim Einaldungsturnier in Canada vertreten.

Wie sieht die Sache finanziell für Dich aus?

Startgeld gibt es bei diesem Turnier keines. Mein Flug und mein Aufenthalt wird vom Turnierveranstalter bezahlt. Ich schätze, daß es ein nobles Hotel und eine super Betreuung geben wird. Wenn ich Gruppenzweiter werde, gibt es auch Preisgeld. Das Turnier ist mit 30.000 Dollar dotiert. Ich denke auf den Gruppensieg bzw. auf einen Finaleinzug habe ich derzeit keine Chance.

Wie wird es für Dich vor so vielen Zuschauern?

Bobby Milroy hat mir per mail erzählt, dass beinahe alle Turniertage ausverkauft sind. Er sagte was, daß 4000 Zuschauer erwartet werden. Mir liegt das sowieso. Einerseits bin ich es aus der dänischen Liga gewöhnt, vor vielen Zuschauern zu spielen. Und überhaupt, mach ich auch gern ein paar Späße mit dem Publikum während eines Matches. Wenns den Zuschauern gefällt, kann ich noch besser spielen.

Wird die Zeitverschiebung oder die lange Anreise ein Problem für Dich?

Nein ich denke nicht. Ich bin es gewohnt so weit zu reisen und ich habe gehört, dass das Wetter dort ein wenig kälter ist als bei uns. Ausserdem hab ich schon einmal in Calgary gespielt. Ich habe dort 1994 einen meiner größten Erfolge erzielt. Bei den Canada-Open habe ich mit Irina Serova den Mixed Bewerb gewonnen. Das war damals eine Sensation.

Das Interview wurde am Dienstag, den 1. Juni per Telefon durchgeführt, während Jürgen in Frankfurt am Flughafen auf den Flug nach Calgary wartete.

Pool A Pool B Pool C Pool D
Marleve Mainakiy (INA) Kenneth Jonassen (DEN) Niels Christian Kaldau (DEN) Peter Rasmussen (DEN)
Andrew Dabeka (CAN) Bobby Milroy (CAN) Dicky Palyama (NED) Ardy Wiranata (CAN)
Jim Ronny Andersen (NOR) Puella Gopichand (IND) Stephan Wojeikovich (CAN) Juergen Koch (AUT)
Semifinale der Gruppensieger aus Pool A und B Semifinale der Gruppensieger aus Pool C und D

In Calgary natürlich mit dabei: Der Canadier Andrew Dabeka war 2003 Gast bei Sportkoch und im MaXX Sportcenter in Wien.

Für alle, die ihn kennen interessant: Andrew Dabekas Homepage!
WGP-Turnier 1994 in Calgary, Jürgen Koch und Irina Serova gewinnen das Mix-Doppel-Finale.